Rückblick: Wie binde ich Arbeitnehmer*innen mit eingeschränkter Mobilität in das Unternehmen ein?

Rückblick auf den Workshop:

Wie binde ich Arbeitnehmer*innen mit eingeschränkter Mobilität in das Unternehmen ein?

vom 14. Februar 2020, 9:30 bis 14:30 Uhr in der Oudenarder Straße 16, 13347 Berlin

Linus Bade berichtet über ihre Erfahrungen im Workshop eingeschränkte Mobilität
Linus Bade berichtet über ihre Erfahrungen im Workshop eingeschränkte Mobilität

Die Frage, „Wie binde ich Arbeitnehmer*innen mit eingeschränkter Mobilität in das Unternehmen ein?“ – stand im Mittelpunkt unseres 3. Workshop des Projektes WayIn: der Inklusionswegweiser.

Im Projekt WayIn: der Inklusionswegweiser entwickeln wir ein niedrigschwelliges, digitales Informationsangebot zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Kern des Angebots sind branchenbezogene, interaktive Videos, durch die Arbeitgebende, Berufsschullehrende und Ausbilder*innen kompetenz- und stärkenorientiert für die Potentiale von Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt 4.0 sensibilisiert werden. Ziel ist, die Hürden, die Arbeitsgebende davon abhalten, Menschen mit Behinderungen einzustellen, zu senken. Wir proklamieren einen an Kompetenzen orientierten Blick auf Menschen mit Behinderungen.

Ulrike Gehn berichtet über ihre Erfahrungen im Workshop eingeschränkte Mobilität
Ulrike Gehn berichtet über ihre Erfahrungen im Workshop eingeschränkte Mobilität

„Was ist die Höchstgeschwindigkeit von einem eRollstuhl?“ lautete eine Frage unseres Quizes, das zum Austausch anregte. Zudem sind die Themen „Arbeitsassistenz“ und „Persönliches Budget“ rege diskutiert worden. Ulrike Gehn, Renate Müller, Sven Kocar, Linus Bade reicherten mit ihren Erfahrungen und Perspektiven als Experten in eigener Sache die Debatte an.

Intensiviert wurde der Austausch im Rahmen eines World Cafes. In kleineren Gruppen wurden konkrete Fragen der Teilnehmenden von den co-teachern Ulrike Gehen, Renate Müller, Sven Kocar und Linus Bade beantwortet und auch diskutiert. Unterschiedliche Schwerpunkte konnten in den vier Durchläufen ausgemacht werden: „Wie ist es, mit fortschreitender Zeit eine fortschreitende Mobilitätseinschränkung zu erleben“, Welche Erfahrungen machen Sie als junger Arbeitgeber?“, „Welche Barrieren gibt es im Alltag mit einem eRollstuhl“ und der ganz praktischen Erweiterung der eigenen Perspektive durch das Beobachten eines Fuß-Fotografens.

„Irgendwer muss doch Vorreiter*in sein – ja, es wird Widerstände geben, aber es muss doch endlich was passieren!“

Wege in Richtung Inklusion im Unternehmen

Renate Müller berichtet über ihre Erfahrungen im Workshop eingeschränkte Mobilität
Renate Müller berichtet über ihre Erfahrungen im Workshop eingeschränkte Mobilität

Inklusion und Digitalisierung – Auswirkungen für Erwerbstätige mit eingeschränkter Mobilität. Unter diesem Motto steht die Diskussion über Fluch oder Segen von Digitalisierung und Inklusion. Am Beispiel von Heimarbeit wird die Bandbreite der unterschiedlichen Argumentationen in der Diskussion deutlich: Von besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Heimarbeit über ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Ausgrenzung vom betrieblichen Geschehen bis hin zur Gefahr, als gläserner Mitarbeitender überwacht zu werden. All diese Positionen waren nicht nur bei diesem Aspekt in der Diskussion vertreten.

Fragen zum Stand der Inklusion im eigenen Unternehmen haben die Teilnehmenden in einer SWOT-Analyse in Einzel- oder Paararbeite beantwortet. Diese ersten Gedanken zu einer Standortanalyse sind auch Ausgangslage für die folgenden Diskussionen zu den Aktionsplänen namhafter Unternehmen und Institutionen.

„Inklusion bedeutet für mich, nicht nur top-qualifizierte Menschen mit Beeinträchtigung zu inkludieren, sondern alle!“
Sven Kocar fotografiert mit den Füßen.
Sven Kocar fotografiert mit den Füßen.

Ausgehend von der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) sind für Deutschland, in den einzelnen Bundesländern sowie in einigen Unternehmen Aktionspläne entwickelt worden. Bis zu sieben Handlungsfelder werden in den Plänen identifiziert, der betriebliche status quo beschrieben sowie Ziele und Maßnahmen entwickelt.

In Kleingruppen werden vor dem Hintergrund der Mobilitätseinschränkung zu den sieben Handlungsfeldern Ziele und Maßnahmen diskutiert.

Basierend auf den Ergebnissen der Kleingruppenarbeit in diesem und allen folgenden Workshops soll zum Projektende ein eigener WayIn-Inklusionswegweiser erstellt werden.

Im nächsten WayIn-Workshop wird das Thema Autismus im Mittelpunkt stehen. Der Workshop findet am 29. Mai 2020 von 09:30 bis 14:30 Uhr in der Ourdenarder Straße 16, 13347 Berlin statt.  Wieder werden uns Experten in eigener Sache Einblicke in ihr (Berufs-)Leben geben.

Unter der Rubrik Veranstaltungen finden Sie alle Informationen zu unseren kommenden Workshops und Veranstaltungen und wie Sie sich dazu anmelden können.

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